Inspiration? Woher Nehmen? Vielleicht Stehlen?
Okay, ich gebe es zu, dieser Artikel ist eine Premiere, denn, Trommelwirbel, er ist ziemlich kurz. Normalerweise gehen meine Artikel gern über mindestens 3 Seiten, aber heute fasse ich mich etwas kürzer. Was allerdings nichts mit dem Thema zu tun hat, denn die Frage, woher die Inspiration kommt, ist für jemanden der kreativ arbeitet essenziell und daher nicht mal eben kurz abzuhandeln. Schließlich ist die Inspiration die Grundlage, nicht nur für die Geschichte an der man gerade als Autor*in sitzt, sondern auch für künftige Figuren und Geschichten, für jeden Blogartikel, eventuelle Interviews die man gibt, ja sogar für Lösungen und Antworten auf Probleme, die auch im täglichen Leben auftauchen. Inspiration ist das Ding, was alles am Laufen hält, daher immens wichtig und unverzichtbar. Daher kann es auch nicht verwundern, wenn sie einem ab und zu ausgeht und wenn man sich irgendwann mal mit der Frage beschäftigt:
Woher kommt sie überhaupt?
Zu beantworten, woher ich meine Inspiration herhole, nun, dafür schreibe ich diesen Artikel.
Euch Anregungen zu geben, wo ihr vielleicht eure Inspiration suchen könntet, wenn sie euch ausgegangen ist, dafür mag dieser Artikel auch dienen. So oder so ist aber vorweg schon eine Sache klar: Im Kühlschrank in den ganzen Tupper dosen werdet ihr sie vergeblich suchen.
Unter der Dusche schon eher. Zumindest schwören die meisten Autor*innen, dass sie die guten Einfälle immer ausgerechnet dann besuchen, wenn sie eigentlich bereits aufgegeben haben und unter dem warmen Wasser stehen, weswegen es sogar wasserfeste Notizbücher gibt. Kein Witz.
Ob es auch wissenschaftliche Literatur zu dem Zusammenhang zwischen warmen Wasser, den gekachelten Wänden und der Muse gibt, das weiß ich nicht. Vielleicht könnt ihr da was beisteuern? Wenn nicht, vielleicht liest das hier ein Wissenschaftler auf der Suche nach einem guten Thema. Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch. Hier ist es.
Doch nun ohne weiteres Geplänkel, hier kommen meine Inspirationsquellen:
Podcasts:
Ich liebe Podcasts und folge ich weiß nicht wie vielen. Die meisten davon teilen sich grob in zwei Kategorien auf: True Crime und Geschichte. Wobei selbst bei den True Crime Formaten die Podcasts überwiegen, die sich mit historischen Verbrechen befassen. Die andere Kategorie, Geschichte, bildet eine wilde Mischung über alle Epochen und Zeiten. Ich habe einen englischen Podcast, der sich mit den Plantagenets befasst, einen der sich mit dem Leben in der Victorian Era und der Edwardian Era beschäftigt. Außerdem finde ich noch den Podcast „The Tudors“ in meiner Liste. Den müsste ich eigentlich direkt nach „The Plantagenets“ gesetzt haben, weil war oft he roses und Nachfolge…. Ja, Historikerwitz, egal …
Daneben folge ich noch „The Ancients“, der sich auf Themen aus der Antike, also Rom, Ägypten, Babylon und Co. Spezialisiert hat. Außerdem findet sich noch „Gone Medival“ in meiner Liste der englischsprachigen Podcasts, der Themen rund um das Mittelalter erklärt.
In der Liste meiner deutschsprachigen Podcasts sind ebenfalls eine Menge Geschichtspodcasts zu unterschiedlichen Zeiten zu finden. Da wären „Epochentrotter“, „Geschichtsfenster“, die sich, wenn auch nicht nur, mit Themen aus dem Mittelalter beschäftigen. Dann gibt es noch „GaG“, die ja alles mögliche an Themen abdecken, sowie „His2Go“, „Die Geschichtsmacher“ und „Flurfunk Geschichte“ und schließlich den „Tatort Geschichte“, der eine Mischung aus Geschichts- und Verbrechenspodcast ist. True Crime historisch.
Neben dem „Tatort Geschichte“, folge ich noch „Früher war mehr Verbrechen“, da höre ich auch gern alte Folgen, was zur Verwirrung in der Familie führt, aber egal. Außerdem noch „Tatort Antike“, die leider keine neuen Folgen herausbringen. Leider. Außerdem folge ich noch der „Porzellanfuhre“, nicht immer ein True Crime Podcast, aber natürlich nicht weniger spannend, und „Krone Geschichte“, ein Podcast, der sich mit den spektakulärsten Kriminalfällen in der deutschen Geschichte befassen.
Daneben gibt es noch zahlreiche andere Podcasts, die Liste ist wirklich, wirklich lang. Alle aufzuzählen, könnte ich machen, aber dann wird’s öde. Außerdem, wenn ich mit allen Podcasts tatsächlich mal fertig sein sollte, was nicht wahrscheinlich ist, dann habe ich immer noch eine beinahe ebenso lange Liste an Playlists.
Playlists:
Wie gesagt auch davon habe ich jede Menge abgespeichert und auch hier zeigt sich wieder die Vorliebe für „Verbrechen“ und „Geschichte“, denn in der Liste finden sich vor allem jede Menge Sherlock Holmes Playlists, die ich gern im Hintergrund laufen lasse und von denen das eine oder andere sicher unbemerkt im Hirn hängen bleibt und später wiederum meine Ideen für meine Geschichten oder Artikel anfeuert.
Daneben gibt es noch drei oder vier Listen mit Natur Geräuschen. Auf den ersten Blick mag das verwirren und irgendwie sinnlos erscheinen, wenn es um die Frage nach Inspiration geht. Ich habe allerdings bemerkt, dass es mir den Knoten im Hirn durchaus lösen kann, wenn ich einfach mal nichts anderes als einen Bach, ein paar Vögel und Waldesrauschen höre, statt menschliche Stimmen oder aber auch Musik. Besonders wenn meine Konzentration an einem Tag ohnehin schon schlecht ist, kann das den Unterschied machen. Früher hatte ich für eine solche Geräuschkulisse noch die Nature Space App. Meiner Meinung nach waren das die besten NAturkgeräuschkulissen, die ich gehört habe. Besonders weil die Aufnahmenschleife als solche nicht zu erkennen war, was heißt, dass man nicht ständig das Gefühl hatte, das Meer, der Bach, das Waldesrauschen ist auf repeat. Leider wird die App aber nicht mehr gewartet, heißt, seit Kurzem ist sie nicht mehr verfügbar. Und bisher habe ich nichts gefunden, was vergleichbar wäre. Wenn hier jemand etwas weiß, meldet euch. Die Playlists sind sicher schön und helfen, aber man hört einfach, wo die Schleife von neuem beginnt oder aber die Tracks sind einfach zu kurz.
Schreibblogs:
Für konkrete Fragen, wenn es um Inspiration in Richtung Schreibproblemlösung geht, greife ich auf Schreibblogs zurück. Außerdem finde ich hier immer wieder Ideen für eigene Blogartikel, Sei es, dass ich etwas lese, von dem ich mir denke, dass ich es auch probieren und weitergeben möchte oder aber dass ich mit etwas nicht einverstanden bin und darauf einen Artikel schreibe, in dem ich mich mit dem Thema auseinandersetze. Blogs auf denen ich mich umsehe? Solche wie „Schreibsuchti“, ich mag seine direkte, manchmal auf flapsige Art. Außerdem darf ich natürlich „Schreibzeit“ nicht vergessen. Der Blog wird von einem Autorenkollegen geführt den ich auch im echten Leben sehr schätze. Der Tonfall seines Blogs ist deutlich nüchterner, die Artikel sind nicht ganz so einfach zu lesen, wie die beim „Schreibsuchti“, aber wer fundierte Erfahrung und Einblicke in das Schreibhandwerk und auch das Autorenleben sucht, der wird hier fündig.
Ansonsten schöpfe ich meine Inspiration aus dem Alltag und meiner Umgebung.
Ideen aus der Umgebung und dem Alltag:
Dabei ist es in der Regel so, dass ich irgendetwas bemerke, was mich bewegt. Sei es in positiver oder in negativer Art und Weise. Denn wenn ich schreibe, dann habe ich die Chance, die Möglichkeit mir, getreu Pippi Langstrumpf, die Welt so zu machen, wie es mir gefällt. Ich kann den Leuten zeigen, dass es immer noch schöne Dinge in ihrer Umgebung gibt, wenn ich sie in meinen Geschichten aufnehme und ihnen so zeige.
Ich kann mich aber auch mit den nicht schönen Dingen, den Ungerechtigkeiten beschäftigen, sie so kritisieren und aufzeigen. In der Hoffnung, dass die Leser sie im echten Leben sehen und etwas dagegen tun, weil sie mit Hilfe des Buches ihre Perspektive geändert haben. Oder Wege kennengelernt haben, auf denen man solche Ungerechtigkeiten verhindern oder aber verändern kann.
Gleichzeitig entstehen aus Gesprächen mit meiner Umgebung, Anreize für Blogartikel. Weil Menschen sich mit mir oder in meiner Umgebung über ein bestimmtes Thema unterhalten haben und ich denke, dass ich das auch mal behandeln muss. Oder ich sehe Angewohnheiten oder Dinge an Menschen, die ich meinen Figuren gern mit auf den Weg geben möchte und so fließen sie dann in die Bücherwelt ein. Das kann eine Frisur sein, die Art, wie jemand die Zigarette hält, ja überhaupt, dass eine Figur raucht ist von der Außenwelt inspiriert, denn ich rauche nicht. Es kann aber auch eine sprachliche „Macke“ sein, die ich übernehme oder die Art wie sich Figuren kleiden. Als Autor*in ist man Dieb*in. Man stiehlt, was einem gefällt und in der Regel wird man kaum dafür gestellt. Wenn doch, dann sind die Leute in der Regel begeistert. Daher, nehmt, was ihr seht, wenn ihr es braucht.
Fazit: Woher kommt die Inspiration wirklich?
Die Wahrheit ist, dass Inspiration nicht aus einem einzigen, klaren Moment kommt. Sie ist das Ergebnis von Kombinationen aus äußeren Einflüssen, inneren Gedanken und zufälligen Ereignissen. Podcasts und Blogs sind dabei nur ein kleiner Teil des gesamten Prozesses – die wahre Magie passiert oft in den Momenten, in denen man nicht erwartet, dass etwas Großes passiert.
Die Figuren meiner Geschichten kommen von überall und nirgends, aus einem tiefen Inneren und aus den äußeren Eindrücken der Welt um mich herum. Sie sind ein Spiegel der Komplexität der menschlichen Erfahrung, die ich als Autorin immer weiter erforschen möchte.
Das war es für dieses Mal. Ich wünsche ich euch einen guten Tag und wenn euch der Artikel gefallen hat, dann helft mir doch in dem ihr weiterbrowst oder den Blog weiterempfehlt. Oder ihr schaut auf meinem Instagram vorbei.
Ansonsten hoffe ich, ich sehe euch nächsten Monat wieder, wenn es den neuen Artikel gibt und bis dahin, habt Spaß, passt auf euch und alle anderen auf und bis dahin!